VHS-KELLERKINO im RIEDEL-SAAL

In Zusammenarbeit mit dem THEGA FILMPALAST

Immer dienstags um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

09. 05. 2017

Alois Nebel


Tschechien / Deutschland 2011; 87 Min.; Tschechisch m. dt. U.


Europäischer Filmpreis 2012: Bester Animationsfilm

 

Regie: Tomás Lunák; Buch: Jaroslav Rudis; Art Director: Jaromír Svejdík; Musik: Petr Kruzík, Ondrej Jezek; DarstellerInnen: Miroslav Krobot, u. a.; Tschechien / Deutschland 2011; 87 Min.; Tschechisch m. dt. U.

 

Es ist das Ende des Sommers 1989. Alois Nebel arbeitet als Fahrdienstleiter eines kleinen Bahnhofs im Sudetenland. Er ist ein Eigenbrötler, der alte Fahrpläne den Menschen vorzieht und die Einsamkeit des Bahnhofs als ruhig und entspannend empfindet – außer wenn der Nebel kommt. Denn dann fängt er an zu halluzinieren, Geister zu sehen sowie Schatten aus der dunklen Vergangenheit dieser Gegend, in der nach dem Zweiten Weltkrieg brutale Rache an der deutschen Bevölkerung geübt wurde. Alois wird diese Alpträume nicht los und landet eines Tages in einem Sanatorium. Aber die Dinge hinter den Wänden der Anstalt haben sich verändert. Die Berliner Mauer und das Kommunistische Regime in der Tschechoslowakei sind gefallen. Daraufhin kehrt er in die Berge zurück, um die Geister, die ihn so lange Zeit verfolgt haben, zu besiegen.  (Verleih)

 

Alois Nebel ist keine Farce, sondern Groteske vor denkbar ernstem Hintergrund. Schon den Mut, das immer noch heikle Thema der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg zum Kern einer Geschichte zu machen, ist zu bewundern. Wie Lu?ák den politischen und gesellschaftlichen Wandel zeigt, das ist eindrucksvoll. Selbst wer sich nur auf die Stimmungsphänomene einlässt, wird dieses Kinoerlebnis nicht so rasch vergessen. (FAZ)


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