Das französische Paar Nadia (Monia Chokri) und Céline (Ella Rumpf) steht 2014 kurz davor, Eltern zu werden. Die Tontechnikerin und die DJane haben entschieden, dass Nadia die Schwangerschaft übernimmt. Mit 37 Jahren ist für sie die Zeit drängender, während Céline mit ihren 32 Jahren möglicherweise noch eine spätere Schwangerschaft in Betracht ziehen könnte. Ein weiteres Kind bleibt immer eine Option, vielleicht führt ihr Weg dafür erneut zu einer dänischen Samenbank. Auch die Möglichkeit, dass Céline dann das Kind austragen wird, bleibt dem in der französischen Hauptstadt Paris lebenden Paar offen. (FILMSTARTS)
Autor: Mathilde (Seite 1 von 20)
Kais (Liao Kai Ro) Herz ist gebrochen. Auf der Suche nach Schmerzlinderung landet die Taiwanesin in einer brasilianischen Küstenmetropole. Dort lässt sie sich treiben und landet irgendwann im Regenschirmladen von Fu Ang (Wang Shin-Hong). Die beiden spüren eine Verbindung zueinander. Sie sehen sich immer wieder, während sich zwischen ihnen ein zartes Band der Freundschaft entwickelt. Doch die erwartete Regenzeit bleibt aus und Fu Ang muss den Laden schließen, die beiden verlieren sich aus den Augen. Doch Kai beschließt, Fu nicht zu verlieren und begibt sich auf die Suche nach ihm. Dabei begegnet sie nicht nur einer Gruppe von chinesischen Gastarbeitern, die in einem edlen Hochhaus untergekommen sind und sich dort mit den reichen weißen Bewohnern reiben, sondern geheimnisvollerweise auch Xiao Xin (Chen Xiao Xin), in dessen Geschichten sich Kai wiederfindet. (FILMSTARTS)
Brasilien, 1977: Marcelo (Wagner Moura), ein technologieaffiner Mann Anfang 40, versucht in Recife einen Neuanfang. Inmitten der ausgelassenen Karnevalsfeiern zieht er in die malerische Hafenstadt, sieht seinen kleinen Sohn wieder und hofft, den Schatten seiner Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Doch die vermeintliche Idylle trügt. Marcelo wird von Morddrohungen heimgesucht und fühlt sich zunehmend von seinen Nachbarn beobachtet. Die angespannte Atmosphäre lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Als schließlich Agenten auftauchen, die ihn wegen „subversiver Aktivitäten“ verfolgen, erkennt er, dass auch Recife kein sicherer Ort für ihn ist. Die Gewalt des Militärregimes reicht weiter, als er je gedacht hätte. (FILMSTARTS)
Die mittlerweile 77 Jahre alte Tereza (Denise Weinberg) erhält eines Tages eine behördliche Anordnung: Sie soll ihr bisheriges Leben in einer kleinen Industriestadt mitten im Amazonasgebiet aufgeben und in eine Seniorenkolonie umsiedeln. Doch das sieht Tereza gar nicht ein. Anstatt sich diesem fremdbestimmten Schicksal zu fügen, macht sie sich auf eine Reise durch die Flüsse und Nebenflüsse des Amazonas. Angetrieben von dem Wunsch, sich noch einen allerletzten Traum im Leben zu erfüllen, bevor ihre Freiheit endgültig eingeschränkt wird, begibt sie sich auf eine bewegende Reise in Richtung Selbstbestimmung und -erfüllung. (FILMSTARTS)
Rubens (Selton Mello) und Eunice (Fernanda Torres) führen ein lebhaftes Familienleben mit ihren fünf Kindern. Ihr Zuhause ist ein offener Rückzugsort für Freunde und ein Ort der Geborgenheit in einem Land, das seit 1964 unter einer Militärdiktatur steht. Doch diese vermeintliche Sicherheit zerbricht, als die Familie unvermittelt Opfer staatlicher Willkür wird und Rubens spurlos verschwindet. Plötzlich reißt das Regime in das Zentrum ihres Lebens ein, und Eunice steht vor einer neuen Realität. Als Mutter und Ehefrau muss sie ungeahnte Kräfte mobilisieren, um ihre Familie zusammenzuhalten und sich in einer zunehmend feindlichen Umgebung zu behaupten.
Verfilmung von Marcelo Rubens Paivas gleichnamigen Roman. (FILMSTARTS)
Als ihre Schwester Zara (Simon(è) Jaikiriuma Paetau) einen Nervenzusammenbruch erleidet, muss die introvertierte Eva (Simone Bucio) ihren Job als Foley-Künstlerin übernehmen und die Geräusche für einen Werbespot erzeugen. Aber als sie die Geräusche für ein Pferd zusammenmischt, wächst ihr selbst plötzlich ein tatsächlicher Pferdeschwanz. Der verleiht der schüchternen Eva ein neues Selbstbewusstsein und steigert auch ihr sexuelles Verlangen und ungeahnte Höhen. Voller Tatendrang setzt sie das sofort dazu ein, sich Hals über Kopf in eine Sado-Maso-Affäre mit einem Botaniker zu stürzen und ihren Körper neu kennenzulernen. (FILMSTARTS)
Um einen Job als Fabrikarbeiterin in der Kohleindustrie anzunehmen, verlässt die alleinerziehende Mutter Nadine (Aenne Schwarz) mit 24 Jahren ihre brandenburgische Heimat. Als sie in Köln auf Paul (Carlo Ljubek) trifft, ist sie hin und weg. Er kommt ihr so außergewöhnlich und interessant vor, dass sie gar nicht anders kann als sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Das ist das erste Mal seit einer langen Zeit, dass sie sich wieder gut fühlt. Sie werden ein Paar und ihre Liebe scheint eine unumstößliche Tatsache zu sein. Doch mit der Zeit verändert sich ihre Sicht auf ihn und sie muss gegen den Verfall ihrer Liebe ankämpfen. (FILMSTARTS)
Narges Shahid Kalhor (Baharak Abdolifard) ist eine Regisseurin, die sich von dem Geist ihres Urgroßvaters (Nima Nazarinia) der mit „Shahid“ das Wort für Märtyrer als Namen trug, befreien will, der eine zu große Last in ihrem neuen Leben in Deutschland geworden ist. Von bayerischer Bürokratie und Therapie bis zum Tanz mit Irans vergangenen Generationen und deren langen Schatten wirbelt sie durch eine berauschende Autofiktion. (FILMSTARTS)
Bernard (Lenn Kudrjawizki) lebt in seiner eigenen Welt, mit dem Schaf Fiete an seiner Seite und seinen Büchern, die er in Papier wickelt. Tier und Papier scheinen stabilere Beziehungen zu sein als die, die er zu seiner Freundin Agata (Sophie Mousel) pflegt. Als dann auch noch sein Vater erkrankt, gerät Bernards Realität endgültig ins Wanken und er muss sich wieder auf die Suche nach dem Halt, den er verloren hat, begeben. Er muss sich der Frage stellen, wo er eigentlich noch mit seinem Leben hin möchte und vor allem wie er diesen Weg gestalten soll. Außerdem taucht ein Grashüpfer auf, der so groß wie er selbst ist. (FILMSTARTS)
Immer mehr Bauernhöfe müssen schließen, da die Landwirtschaft in einer Krise steckt und das Geschäft mit der Milch schon seit einer Weile nicht mehr rentabel ist. Doch vielerorts steht eben nicht nur das schnöde unternehmerische Denken im Vordergrund, sondern eine Generationen übergreifende Familiengeschichte. Genau deshalb weigert sich auch Katinka (Karolin Nothacker), den vermeintlich unumgänglichen Niedergang ihrer landwirtschaftlichen Philosophie einfach so hinzunehmen. Sie hält zusammen mit ihrer Mutter (Johanna Wokalek) und Großmutter (Lore Bauer) am Hof der Familie fest und macht eine Ausbildung zur Landwirtin. Damit kann sie in der Gegend bleiben, die so stark mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist. (FILMSTARTS)