VHS-KELLERKINO im RIEDEL-SAAL

In Zusammenarbeit mit dem THEGA FILMPALAST

Immer dienstags um 17:00 Uhr und 19:30 Uhr

23. 01. 2018

Shirley – Visionen der Realität


Österreich 2013; 92 Min.; FSK: 0; dt. Fassung


Regie, Buch, Schnitt: Gustav Deutsch; Kamera: Jerzy Palacz; Musik: Christian Fennesz; DarstellerInnen: Stephanie Cumming, Christoph Bach, Florentín Groll, Elfriede Irrall, Tom Hanslmaier; Österreich 2013; 92 Min.; FSK: 0; dt. Fassung

 

SHIRLEY ist ein unfassbares Filmereignis. Gustav Deutsch hat 13 Bilder des Malers Edward Hopper detailversessen und originalgetreu in einem Filmstudio als Kulissen nachgebaut. In diesen Bildern erzählt er die Geschichte von Shirley, einer jungen Frau im Amerika der 30er, 40er und 50er Jahre.

Shirley ist eine Frau, die in ihrem beruflichen und gesellschaftspolitischen Engagement den Lauf der Geschichte mitbestimmen möchte. Eine Frau, die die Wirklichkeit der Depressionsjahre, des Weltkriegs, der McCarthy-Ära, der Rassenkonflikte und Bürgerrechtsbewegungen nie als Gegebenheit ansieht, sondern als gemacht und veränderbar. Eine Frau, die sich im Moment der beruflichen Krise nicht arrangiert, keine Kompromisse eingeht und sich trotzdem nicht scheut Jobs anzunehmen, die ihr das Überleben sichern. Eine Frau, die sich im Moment der privaten Krise für den Partner entscheidet und ihre beruflichen Interessen zurückstellt. Shirley – eine attraktive, charismatische, engagierte, emanzipierte Frau.

In der Verbindung dieser Geschichte mit den Bildern Edward Hoppers ist ein ungewöhnliches Kunstwerk entstanden. Die Bilder des Malers sind selbst durch das Kino und den voyeuristischen Blick auf die Realität geprägt. So ist es Hopper gelungen eine starke, verlockende Intimität zwischen seinen Werken und dem Betrachter aufzubauen. In SHIRLEY werden diese Bilder nun zu Handlungsorten eines Spielfilms, der dem Zuschauer eine eigene Geschichte erzählt. (Verleih)

 

Eine grandiose Studie der Langsamkeit. (Harper’s Bazzar)


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